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Kämpferherz wird nur teilweise belohnt Drucken E-Mail
Sonntag, 31. August 2014

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Der FC Hochdorf überzeugte im Tessin beim schweren Auswärtsspiel gegen Ascona sowohl kämpferisch als auch spielerisch, dominierte man den Gegner ja fast nach Belieben und verpasste es lediglich drei verdiente Punkte einzusacken. Das Dargebotene lässt sich aber zum Auftakt dreier Auswärtsauftritte durchaus sehen.

Dass der FC Hochdorf den Ausgleichstreffer erst in der 87. Minute zu erzielen vermochte, spiegelte keineswegs eine über das gesamte Spiel hinweg gesehen überzeugende Leistung der Seetaler wieder. Hochdorf dominierte den Gegner und spielte die Tessiner phasenweise an eine Wand, die sich nur mit langen Bällen zu helfen wussten.

In der besagten 87. Minute netzte Alois Bucheli zum längst fälligen Ausgleich ein und liess den zahlreich erschienenen Hochdorfer Anhang bei herrlichen äusseren Bedingungen in Ekstase verfallen. Neuzugang Sandro Zimmermann setzte sich dabei im Sechzehner gegen zwei Gegenspieler durch, scheiterte aber am gut reagierenden Elia Boari. Im Nachschuss erzielte Bucheli das 3:3.Dass Hochdorf aber derart stark auftreten würde, konnte keiner der anwesenden Zuschauer zu Beginn nur ahnen. Wieder startete der FCH schwach in die Partie und musste den frühen Rückstand aus der 4. Minute hinnehmen. Bosnjak hämmerte dabei das Leder in die lange Ecke. Dennoch entwickelten die Seetaler in der Folge Druck nach vorne und liessen das Spielgerät gut in den eigenen Reihen zirkulieren. Das Spieldiktat lag nun klar auf Seiten der Luzerner Gäste, was dann schliesslich in der 12. Minute durch ein feines Offensivzusammenspiel von Lukas Jost und Kim Marolf mit dem Ausgleich belohnt wurde. Ersterer legte uneigennützig auf seinen Sturmpartner ab, der sich als Torschütze feiern lassen durfte. Die Meyer-Elf, im ungewohnten 3-4-3-System agierend, blieb das spielbestimmende Team und erarbeitete sich zahlreiche Gelegenheiten, die aber ungenutzt verstrichen. Sowohl zweimal Marolf als auch Helfenstein per Kopf scheiterten. Die fehlende Hochdorfer Effizienz blieb aber im ersten Umgang ungesühnt, vor allem deswegen, weil Borce Manev zweimal an Patrick Schmidt scheiterte. Die ansonsten passiv agierenden Asconer beschränkten sich vornehmlich auf die Defensive, waren aber bei schnellen Gegenstösse und Standardsituationen stets gefährlich.

 Nach dem Pausentee entwickelte sich eine mitreissende Partie, nachdem wiederum Ascona, etwas überraschend, erneut in Führung ging. Banev überwindete den FCH-Keeper diesmal geschickt, als dieser zu lange mit dem Herauslaufen zögerte, zum 2:1. Hochdorf, keineswegs geschockt, reagierte mit wütenden Angriffen auf die schmeichelhafte Führung der Gastgeber. Das längst hochverdiente 2:2 wollte aber noch nicht fallen. Grösste Gelegenheiten der Gäste wurden weiterhin ausgelassen. Erst Matias Vrazic, der eine Unsicherheit des ansonsten guten FCA-Hüters eiskalt ausnutzte, vermochte den Ball im Tessiner Netz unterzubringen und das Score auf 2:2 stellen. Hochdorf, das sich nun auf der Erfolgsschiene wähnte, wurde aber ein drittes Mal kalt erwischt. Denn keine Zeigerumdrehung später, brachte Tuz die Hausherren wieder in Front und stellte den Spielverlauf neuerlich auf den Kopf. Er erzielte das 3:2, sträflich unbedrängt, etwas glücklich via Innenpfosten (64.).
Und wieder mussten die Seetaler einem Rückstand hinterherlaufen, obwohl man doch das Spielgeschehen gut im Griff hatte. Aber auch diese Möglichkeit liess die Meyer-Elf nicht aus, seinen gestärkten und intakten Mannschaftsgeist unter Beweis zu stellen. Der eingewechselte Sandro Zimmermann, der viel Schwung in die Partie brachte, donnerte zum Beispiel das Runde gegen das Eckige, um nur eine der zahlreichen hochkarätigen Torchancen zu nennen (68.).
Erst als Bucheli in der Schlussphase die mittlerweile nach einer Notbremse in Unterzahl agierenden Tessiner für ihre phlegmatische Spielweise mit dem 3:3 bestrafte, belohnten sich die Hochdorfer für eine sowohl kämpferisch als auch spielerisch überzeugende Darbietung.
 
Angesichts des Spielverlaufs hätte sich niemand über einen Hochdorfer Sieg beklagen dürfen. Ascona, das mit vielen weiten Bällen zwar immer gefährlich blieb, machte schlichtweg zu wenig für das Spiel und enttäuschte zumindest in der spielerischen Anlage, wusste aber das Spielgeschehen gleich mehrere Male völlig zu kippen. Deshalb und aufgrund des erst spät gefallenen Ausgleichstreffers muss man auch mit einem Zähler zufrieden sein. Der FC Hochdorf muss nach einer ansprechenden Leistung, die nur teilweise belohnt wurde, dieselbe in einer Woche in Goldau bestätigen. Schliesslich hat man mit den Schwyzern noch eine Rechnung aus vergangener Saison offen und will den Tierpärklern nun auch in der Tabelle zusetzen und näher kommen.

Telegramm:

FC Ascona - FC Hochdorf 3:3 (1:1)

Stadio Communale Ascona. - 100 Zuschauer. - Tore: 4. Bosnjak 1:0. 12. Marolf 1:1. 49. Manev 2:1. 63. Vrazic 2:2. 64. Tuz 3:2. 87. Bucheli 3:3.

FC Ascona: Boari; Studenovic, Simanovic, Morabito, Samina; Bosnjak, Grimani, Schiavon, Matic (46. Tuz); Sterza (72. Patelli), Manev.

FC Hochdorf: Schmidt; von Ah, Meyer, Helfenstein; Bucheli, Schumacher, Fankhauser, Haldi (55. Zimmermann); Vrazic, Marolf, Jost (74. Alves).

Bemerkungen: 68. Lattenschuss Zimmermann. 84. Rote Karte Morabito (Notbremse). Hochdorf ohne Rigon, Schenk (beide verletzt) und Lleshaj (abwesend).