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Derby-Sieg für den FCH Drucken E-Mail
Samstag, 08. Mai 2010

Der FC Hochdorf gewinnt ein spannendes Derby gegen Eschenbach mit 1:0 (0:0).
Raphael Felder war der Schütze des Goldenen Tores.

700 Zuschauer sorgten für eine fantastische Derby-Kulisse.

 

Traumtor entscheidet das Derby

Fussball, 2. Liga: Hochdorf – Eschenbach 1:0 (0:0)

Hochdorf hat zurückgeschlagen und Eschenbach wieder vom zweiten Platz verdrängt. 700 Zuschauer sahen ein faires Derby, welches lange unter einer Tatsache litt: es wollten einfach keine Tore fallen.

61 Minuten und 17 Sekunden waren gespielt, als der Ball zum einzigen Mal am kühlen Freitagabend der Vorwoche in einem der Arena-Tornetze lag. Es war der Schuss ins Hochdorfer Glück, abgegeben von Raphael Felder. Und es war irgendwie bezeichnend, dass ein Freistoss dieses Derby entschieden hat. Ein Freistoss aber, der den Zusatz «Extraklasse» verdient. Aus idealer Halbposition trat Felder derart genau gegen den Ball, dass dessen Flugbahn über die gelb-schwarze Mauer hinweg so Richtung Winkel führte, dass auch Goalie Martin Amhof nicht der Hauch einer Abwehrchance blieb.

Erstaunlich: beim FC Hochdorf werden im Training keine Freistösse geübt. «Nein, das machen wir nicht. Es ist zwar klar festgelegt wer schiesst und wie die Laufwege der Mitspieler sind, das ist aber auch schon alles», sagte Trainer Herbert Fankhauser. Der FCH-Übungsleiter war sich, so gab er nach dem Derby zu Protokoll, sicher, dass die Standardsituationen das Spiel entscheiden werden. Umso erstaunlicher, dass man beim Arena-Team auf das Üben eben dieser Situationen verzichtet. Wie auch immer: dieser eine Freistoss war letztlich aus Hochdorfer Sicht ausreichend, um Eschenbach die erste Niederlage der Rückrunde beizubringen und in der Tabelle am Seetaler Rivalen wieder vorbeizuziehen.

Dass ein einziger Treffer das Duell der beiden jüngst so abschlussstarken Teams entscheiden würde, war nicht absehbar. Zwar hatten sowohl Hochdorf wie auch die Gäste aus Eschenbach diverse gute Möglichkeiten, vor dem Tor aber fehlte für einmal die Kaltblütigkeit. Oder aber die Querlatte verhinderte ein zählbares Resultat. Auf Eschenbacher Seite sahen Hugentobler (57.) und Benjamin Stauber (81.) ihre Versuche vom Aluminium abprallen, bei den Gastgebern musste Beat Saner (58.) diese Erfahrung machen. Im Fall von Saners Lattentreffer lag dem Nicht-Erfolg eine gewisse Logik zu Grunde: «Ich habe blind drauf gehalten», sagte Hochdorfs Topskorer, der auf seinen 12 Saisontoren sitzen blieb. Auch Benjamin Stauber, 18-facher Saisontorschütze für Eschenbach, konnte keinen weiteren Treffer bejubeln.

Die beiden Goalgetter, die das Seetaler Derby vom 29. März 2008 noch im jeweils anderen Team bestritten haben, kennen die Gründe für die partielle Ladehemmung. Stauber: «Es war ein schwieriges Spiel für mich. Hochdorf hatte stets Überzahl im Mittelfeld und ich musste viele Bälle in der neutralen Zone selbst holen und dann versuchen, diese zu halten. Ich habe versucht, das Beste daraus zu machen, kam aber deshalb nicht so oft zum Abschluss. Den Schuss, den ich an die Lattenunterkante gesetzt habe, habe ich schon im Tor gesehen. Dann brachte Ulrich doch noch seine Hand an den Ball…». Für Beat Saner war es (auch) taktisch bedingt, dass nicht mehr Tore fielen. «Wir haben die Vorgabe des Trainers in der ersten Halbzeit umgesetzt und standen defensiv stabil. In den letzten Derbys hat uns Eschenbach jeweils für den gezeigten Offensivgeist bestraft. Trotzdem aber sind wir auch in der ersten Hälfte zu Chancen gekommen. Es wollte einfach keiner rein, das kann ja mal passieren.»

Aufstieg und «fehlender» Druck

Sowohl Saner wie Stauber erklärten, dass sie ihre Wechsel zum jeweils grossen Rivalen nicht bereuen. Saner: «Wir haben ein junges, gut funktionierendes und harmonierendes Team. Auch wenn der Aufstieg möglich ist, können wir völlig frei von Druck spielen. Weder teamintern noch von aussen wird der Aufstieg gefordert. Wir nehmen ein Spiel nach dem andern und schauen, was dabei rauskommt.»

Ähnlich scheint es bei Eschenbach zu sein. Benjamin Stauber sieht sogar Vorteile beim Weiherhaus-Team: «Hochdorf hat ein happiges Restprogramm, das wird schwierig für sie. Ich fühle mich in Eschenbach sehr wohl, das Team stimmt und wir haben entsprechend Erfolg.»

Nach dem Derby geht der Zweikampf zwischen den Seetaler Teams weiter und es ist nicht offensichtlich, wer favorisiert ins Fernduell um den Platz hinter Leader Hergiswil steigt. Der finale Erfolg wird (auch) davon abhängig sein, ob Saner/Stauber in den restlichen Partien wieder treffen.

|Peter Gerber Plech

Hochdorf – Eschenbach 1:0 (0:0)

Arena. – 700 Zuschauer. – SR Turkes. – Tor: 62. Felder 1:0. – Hochdorf: Ulrich; Elmiger, S. Stauber, Hausheer; Bucheli (84. Kathriner), Schumacher, Berisha, Nurmi (46. Winiger); Felder; Saner (89. Limacher), Marolf. – Eschenbach: Amhof; Ulrich, Henzen, Zimmermann; Frank; Neff (68. Meier), Hugentobler, Stocker, Gashi; Jermann, B. Stauber. – Bemerkungen: Hochdorf ohne Peter, Stocker, Metlar, Trochsler, Lustenberger und Kohler. Eschenbach ohne Sager, Odermatt, Renggli, Helfenstein, Versteeg und Hunkeler. – Lattenschüsse: 57. Hugentobler. 58. Saner. 81. Stauber.